Grüner Star - Glaukom
Beim Grünen Star (Glaukom) liegt eine Schädigung des Sehnerven vor, die vom Betroffenen anfangs nicht bemerkt wird. Regelmässige Augendruckmessung und Sehnervenuntersuchung beim Augenarzt kann Ihr Augenlicht retten.
Seiteninhalt
- Was ist ein Glaukom?
- Risikofaktoren für ein Glaukom
- Untersuchungen
- Behandlung
- Vorbeugung
- Fragen zu Grüner Star / Glaukom
Was ist ein Glaukom?
Ein Grüner Star (Glaukom) ist eine Erkrankung des Sehnerven. Der Sehnerv besteht aus tausenden von Nervenfasern, die das Auge mit dem Gehirn verbinden. Beim Glaukom gehen diese Nervenfasern langsam, völlig schmerzfrei und irreparabel zugrunde. Dabei bleibt die Sehschärfe lange völlig normal, lediglich das "Sehfeld" (Gesichtsfeld) wird meist unbemerkt kleiner. Warum die einzelnen Nervenfasern absterben, ist letztlich nicht geklärt, lediglich eine Reihe von Risikofaktoren sind bekannt:
- Der erhöhte Augendruck
- Durchblutung des Nerven
- Glaukomfälle in der Familie
Der Augendruck
Der Augendruck ist der Druck im Auge und hat mit dem Blutdruck nichts zu tun. Der Augendruck hat eigene Regulationsmechanismen. Wenn im Auge mehr Wasser produziert wird als abfliessen kann, steigt der Druck (wie wenn Sie in einen Ballon mehr Luft blasen als durch ein kleines Loch entweichen kann). Als Folge sterben die Nervenfasern des Sehnerven ab.
Wie hoch der Druck beim Einzelnen sein kann, bis eine Sehnervenschädigung eintritt, ist individuell. Das heisst, es gibt Menschen die einen erhöhten Augendruck haben und trotzdem nicht (oder noch nicht) unter einem Glaukom leiden (man spricht von Okulärer Hypertension). Andererseits kann jemand unter Grünem Star leiden und einen normalen Augendruck haben - man spricht dann vom Normaldruck-Glaukom.
Die Messung des Augendrucks erfolgt mit einem sogenannten Tonometer und ist immer schmerzfrei.
Normal ist ein Druck zwischen 10 und 21 mmHg.
Glaukom-Typen
Die häufigste Form des Glaukoms wird Offenwinkel-Glaukom genannt. Es schreitet in der Regel langsam fort und spricht meist gut auf eine Behandlung mit drucksenkenden Augentropfen an.
Wenn eine erkennbare Schädigung des Sehnerven trotz normalem Augendruck eintritt, spricht man vom Normaldruckglaukom. Als Ursache vermutet man eine schlecht regulierte Durchblutung.
Wenn der Augendruck plötzlich ansteigt, spricht man vom akuten Glaukom (Winkelblockglaukom). Der Patient leidet dabei unter Augen- und Kopfschmerzen, Übelkeit sowie unter Sehstörungen im Sinne von Verschwommensehen und Ringen um helle Lichter. Eine sofortige Behandlung durch den Augenarzt ist notwendig, um eine Erblindung zu verhindern.
Risikofaktoren für ein Glaukom
- Alter (ab 40 Jahren sind 2 von 100 Menschen betroffen)
- Vererbung bzw. Glaukomerkrankte in der Familie
- Kurzsichtigkeit und Weitsichtigkeit
- Diabetes
- Schlecht regulierter Blutdruck
- Dünne Hornhäute
- Gefässkrankheiten (Arteriosklerose)
- Migräne
- Schilddrüsenkrankheiten
- afrikanische Abstammung
Untersuchungen beim Glaukom
Zunächst wird sich Ihr Augenarzt in einem Gespäch ein Bild von Ihrer gesundheitlichen Situation machen und gezielt nach Risikofaktoren suchen.
Die Messung des Augendrucks gibt bereits einen ersten Hinweis ob ein Glaukom vorliegen könnte. Danach schaut sich der Arzt mit einer kleinen Lupe Ihren Sehnerven im Augenhintergrund an und kann dabei beurteilen, ob Ihr Sehnerv bereits Fasern verloren hat.

Je nach Situation sind weitere Untersuchungen notwendig wie zum Beispiel eine Gesichtfelduntersuchung oder Messung der Hornhautdicke.
Behandlung
Ein Glaukom ist eine chronische Krankheit und kann nicht geheilt werden. In der Regel wird ein Glaukom mit drucksenkenden Augentropfen behandelt, seltener mit einer Lasertherapie. Dank moderner Medikamenten wird die Glaukomoperation nicht mehr so oft durchgeführt. Mit den heute zur Verfügung stehenden Therapien kann man bei rechtzeitigem Beginn und stetiger, lebenslanger Behandlung meist das bestehende Sehvermögen erhalten werden.
Vorbeugung
Durch regelmässige Vorsorgeuntersuchungen beim Augenarzt kann ein Glaukom rechtzeitig erkannt und behandelt werden.
Fragen zu grüner Star / Glaukom
Mein Augenarzt hat bei mir den grünen Star festgestellt und mir mitgeteillt, dass ein Teil meiner Nervenfasern abgestorben sind. Können sich diese Nervenfasern wieder zurück bilden.
Nein, leider bilden sich bereits abgestorbene Nervenfasern nicht mehr zurück. Deshalb ist eine möglichst frühe Erkennung und fachgerechte Behandlung des Grünen Stars so wichtig. Es stehen heute effiziente Behandlungsmöglichkeiten zur Verfügung. Ein wichtiger Risikofaktor für Grünen Star ist die Vererbung. Sie sollten deshalb Ihren Geschwistern, Eltern und Kindern eine augenärztliche Untersuchung dringend empfehlen.
Ich bin 55 Jahre alt. Beim letzten Besuch in der Augenarztpraxis hat mein Arzt bei einer routinemässigen Vorsorgeuntersuchung eine Schädigung des Sehnerven, respektive den Verlust von Nervenfassern festgestellt. So wie ich das verstanden habe, leide ich unter der Krankheit "Grüner Star". Werden nun noch mehr Nervenfasern absterben oder lässt sich dies aufhalten?
Eine wirksame Glaukombehandlung basiert immer auf einer guten Abklärung. Nur so können Risikofaktoren gezielt behandelt und ein Fortschreiten der Krankheit verhindert oder verlangsamt werden. Leider gelingt es auch heute nicht in allen Fällen, ein weiteres Absterben von Nervenfasern zu verhindern. Je früher eine Glaukomerkrankung erkannt wird, desto weniger Nervenfasern sind bereits verloren.
Hilfe ich habe den grünen Star. Mein Arzt erwähnte die Möglichkeit einer Operation oder Laserbehandlung. Vielleicht habe ich dies auch falsch verstanden. Wenn es diese Behandlungsmethode gibt, würden Sie mir eine Laseroperation oder eine Glaukomoperation empfehlen?
Welche Behandlungsmethoden für Sie die beste ist kann auf Grund der vorliegenden Informationen nicht entschieden werden. Am häufigsten wird eine Behandlung mit drucksenkenden Augentropfen angewendet. Sollte diese Therapie nicht oder nur ungenügend wirken, kann eine Laserbehandlung oder eine klassische Glaukomoperation durchgeführt werden. Allgemein kann gesagt werden, dass die Laserbehandlung weniger gut und oft nicht dauerhaft den Augendruck senkt, dafür ist sie einfach und praktisch problemlos durchführbar. Eine Glaukomoperation ist im Vergleich zu einer Laserbehandlung wirksamer, technisch schwieriger und damit risikoreicher.
Gibt es eine einfache Möglichkeit ohne Untersuchung beim Augenarzt, mit der ich selbst feststellen kann ob etwas mit meinen Augen nicht stimmt und ich vielleicht erste Symptome des grünen Stars habe?
Nein. Eine Glaukomerkrankung verursacht lange Zeit keinerlei Beschwerden. Sie kann nur durch eine Untersuchung beim Augenarzt festgestellt werden.
Wo finde ich weitere Informationen zum Grünen Star (Glaukom)?
Gerne gebe ich Ihnen einige Links für vertrauenswürdige Informationen:
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Augenarzt Daepp, Augenarztpraxis, Bahnhofstrasse 14, 6340 Baar
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