Was ist Botulinumtoxin und wie wirkt es?
Auf dieser Seite Erfahren Sie mehr über die Entdeckung von Botulinumtoxin und wie es zur Hautstraffung im Gesicht angewendet wird.
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Geschichte des Botulinumtoxins
Im Jahre 1817 konnte der deutsche Arzt Justinus Kerner bestimmte Todesfälle durch Lähmung der Muskulatur auf den Verzehr verdorbener Nahrungsmittel zurückführen (Botulismus). In diesen Lebensmitteln fand sich ein Gift (Toxin), das von bestimmten Bakterien produziert wurde. Man nennt dieses Bakterium heute Clostridium botulinum und das Gift Botulinumtoxin oder kurz Botox.
Im Jahre 1977 wurde Botox erstmals vom Augenarzt Alan Scott zur Behandlung von Schielen verwendet. Heute wird Botulinumtoxin kaum noch zur Schielbehandlung eingesetzt. In der Folge erforschte er immer wieder neue Anwendungsgebiete für Botulinumtoxin, beispielsweise Spasmuserkrankungen (Verkrampfungen) der Augenlider, des Halses und der Beine. Als Nebenwirkung beobachtete Dr. Scott bei Patienten, die im Augenbereich Botulinumtoxinbehandlungen hatten, eine Verbesserung der Gesichtsfalten. Diese interessante Beobachtung wurde vom Ehepaar Jean und Alastair Carruthers (Sie: Professorin für Augenheilkunde, Er: Hautarzt) weiter erforscht und die Ergebnisse als wissenschaftliche Arbeit zum Thema "Botulinumtoxin und Anwendung in der kosmetischen Dermatologie" 1990 in einer Fachzeischrift veröffentlicht. Seither hat Botulinumtoxin in der ästhetischen Medizin einen regelrechten Boom erlebt und gehört zu den erprobtesten und erfolgreichsten Verfahren zur Faltenbehandlung im Gesicht.
Wie wirkt Botox?
Das in die Hautmuskulatur eingespritzte Botolinum Toxin schwächt vorübergehend die Hautmuskulatur, in dem es die Freisetzung eines Botenstoffes verhindert, der für die Muskelanspannung verantwortlich ist. Durch die Entspannung der Hautmuskulatur entspannen sich die Mimikfalten oder verschwinden vollständig. Ein Runzeln der behandelten Region ist kaum noch möglich.
Dieser Botox-Effekt ist zeitlich begrenzt, da nur die Freisetzung des bereits gebildeten Botenstoffes behindert wird, nicht jedoch seine Bildung. Wie lange die Wirkungsdauer anhält ist individuell, in der Regel können Sie mit 3-4 Monaten rechnen.
Ist Botox giftig?
Wie der Name Botulinumtoxin sagt, handelt es sich bei dieser Substanz um ein Bakterieneiweiss, das bei hoher Dosierung auf den Menschen eine giftige beziehungsweise schädliche Wirkung hat.
Von Paracelsus stammt der folgende Satz aus dem Jahr 1538:
„Alle Dinge sind Gift und nichts ist ohne Gift. Allein die Dosis macht, dass ein Ding kein Gift ist.“
Tatsächlich ist Botolinumtoxin eine sehr wirksame Substanz. Deshalb wird der Wirkstoff für die Faltenbehandlung extrem verdünnt. Wollte man eine Person mit diesem Präparat vergiften, müsste man ihm etwa 3.000 komplette Packungen direkt in die Venen spritzen. Zu beachten ist, dass bei der Faltenbehandlung die Substanz nicht in die Venen, sondern in die Hautmuskulatur gespritzt wird. Dies macht insgesamt eine Vergiftung mit Botolinumtoxin praktisch unmöglich.
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