Hornhautverkrümmung
Hornhautverkrümmung (Astigmatismus, Stabsichtigkeit) macht das Bild unscharf in der Nähe und Ferne und kann mit anderen Fehlsichtigkeiten kombiniert sein.
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Ursachen
Wie der Name schon sagt, liegt das Problem der Hornhautverkrümmung bei der Hornhaut. Während eine normale Hornhaut fast rund gewölbt ist, hat die Hornhaut bei dieser Fehlsichtigkeit eine leicht eiförmige Wölbung. Dies ist von aussen mit blossem Auge nicht sichtbar.
Das ins Auge fallende Licht wird deshalb nicht genau auf einen Punkt gebündelt (Astigmatismus oder Stabsichtigkeit) und erzeugt ein in Ferne und Nähe gleichermassen unscharfes, verzerrtes Bild. Nicht selten ist diese Fehlsichtigkeit vererbt und bereits bei Geburt vorhanden. Astigmatismus kann mit anderen Fehlsichtigkeiten wie Kurz- oder Weitsichtigkeit kombiniert sein.
Eine Hornhautverkrümmung kann auch durch eine Narbe nach einer Verletzung entstehen.
Korrekturmöglichkeiten
- Brille: Mit einer Brille lässt sich eine Hornhautverkrümmung optisch gut korrigieren.
- Kontaktlinse: Bei tieferen Korrekturwerten eignet sich die sehr verbreitete und von Beginn weg angenehm zu tragende Weichlinse. Tageslinsen sind nur in den gängigsten Korrekturwerten erhältlich. Bei höheren Werten kann eine flexible Kontaktlinse angepasst werden.
- Auch Operativ lässt sich eine Hornhautverkrümmung korrigieren. Mehrere Verfahren stehen zur Auswahl, am gängigsten ist die Therapie mit dem Laser.
Fragen
Bei mir hat die Hornhautverkrümmung laufend zugenommen und ich konnte trotz jeweils neuen Gläsern bald nicht mehr scharf sehen. Mein Augenarzt stellte die Diagnose eines Keratokonus. - Was ist ein Keratokonus?
Ein Keratokonus ist eine Formanomalie der Hornhaut. Er tritt in der Regel beidseits auf und ist gekennzeichnet durch eine dünner werdende Hornhaut im Zentrum, die mit der Zeit vernarben kann. Die genauen Ursachen sind nicht bekannt. Oft beginnt die Krankheit vor dem 20. Lebensjahr und entwickelt sich fliessend aus einer zunehmenden "Hornhautverkrümmung". Vor dem 40. Lebensjahr kommt der Keratokonus meist zur Ruhe. Je nach Schweregrad wird anfangs mit einer Brille danach mit speziellen Kontaktlinsen korrigiert. Aktuell laufen Studien, die den Einsatz vom Laser prüfen sollen.
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