Kopfschmerzen — Migräne — Augenmigräne — Aura
Die Bedeutung der Augen als Ursache für Kopfschmerzen ist weniger hoch als vom medizinischen Laien angenommen. Bei chronischen Kopfschmerzen sollte trotzdem eine Augenuntersuchung durchgeführt werden (zum Beispiel Ausschluss einer ein unkorrigierten Weitsichtigkeit). Bei der klassischen Migräne treten Kopfweh und Flimmerskotome (zackenförmig begrenzte Sehausfälle ) kombiniert auf.
Seiteninhalt:
- Kopfschmerzen und Augen
- Das Auge als Auslöser von Kopfschmerzen
- Kopfschmerzen mit Beschwerden im Bereich der Augen
- Botulinumtoxin und Kopfschmerzen
Kopfschmerzen und Augen
Die Bedeutung der Augen als Ursache für Kopfschmerzen ist
weniger
hoch als vom medizinischen Laien angenommen. Auch wenn Kopfschmerzen oft im vorderen Kopfbereich, teilweise hinter den Augen lokalisiert werden, ist
längst nicht immer das Auge der Auslöser der Kopfschmerzen.
Trotzdem lohnt es sich, die Augen bei Kopfschmerzen untersuchen zu lassen. In einigen Fällen kann rasch mit einfachen Massnahmen, beispielsweise der richtigen Brille zur Korrektur einer Fehlsichtigkeit, geholfen werden. Ein langer Leidensweg kann dadurch erspart bleiben.
Manchmal ist es auch hilfreich, das Auge als Ursache für die Kopfschmerzen definitiv ausklammern zu können.
Kopfschmerzen, die durch einen Hirntumor verursacht werden sind selten.
Das Auge als Auslöser von Kopfschmerzen
Bei einigen Augenerkrankungen können Kopfschmerzen als Beschwerden auftreten. Am häufigsten führen in der Praxis sicherlich unkorrigierte Fehlsichtigkeiten zu Kopfschmerzen. Daneben kann ein Schielen oder verstecktes Schielen zu Kopfschmerzen führen. Weitere Ursachen sind lokale Entzündungen wie das Gerstenkorn (Hordeolum), sowie Entzündungen der Augenwand, beziehungsweise des Augeninnerns wie eine Regenbogenhautentzündung. Speziell bei einseitigen Kopfschmerzen, begleitet von einer Augenrötung und Übelkeit, sollte immer an ein Glaukomanfall (akutes Glaukom) gedacht werden.
Kopfschmerzen mit Beschwerden im Bereich der Augen
Fast jeder von uns hat zumindest zeitweise schon unter Kopfschmerzen gelitten. Dabei muss nicht jedes einzelne Kopfweh abgeklärt werden, vielmehr ist eine Untersuchung dann sinnvoll, wenn die Kopfschmerzen zu einem Problem werden oder bei Begleiterscheinungen wie Fieber oder neurologischen Störungen.
Von den Fachleuten werden Kopfschmerzen in viele Gruppen und einzelne Kopfschmerzformen eingeteilt. Über drei wichtige Kopfschmerzformen finden Sie untenstehend weitere Informationen.
Spannungskopfschmerzen
Der
Spannungskopfschmerz
ist die häufigste Kopfschmerzform. Oftmals leiden Patienten darunter, welche
sich bewusst oder unbewusst dauerhaft überlasten, beziehungsweise sich zuviel zumuten.
Folgende Beschwerden können auf Spannungskopfschmerzen hindeuten:
- Drückende, helmförmige oder bandförmige Schmerzen
- Meist beidseitige, nicht allzu starke Schmerzen
- Kein Pulsieren wie bei Migräne
- Keine Begleiterscheinungen wie Übelkeit oder Erbrechen
- Keine Verstärkung durch Anstrengung
- Möglich sind Licht- oder Geräuschempfindlichkeit
- Dauer: Variabel von 30 Minuten bis über mehrere Tage
Wenn Sie das Gefühl haben, unter Spannungskopfschmerzen zu leiden und diese öfters auftreten, sollten Sie unbedingt ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen. Selbstmedikation ist keine Dauerlösung.
Migräne
Die Migräne ist eine momentane Funktionsstörung des Hirns, welche durch Ausschüttung von Botenstoffen zu einer Entzündung und Fehlregulation von Blutgefässen im Kopfbereich führen.
Folgende Beschwerden sind typisch für Migräne:
- Pulsierender Schmerzcharakter
- halbseitiges Auftreten in 2/3 der Fälle
- Lichtempfindlichkeit, Geräuschempfindlichkeit
- Schwindel, Übelkeit, Erbrechen
- Schwitzen
- Vermehrte Harnausscheidung
- Einschränkung des Denkvermögens
- Auftreten von Angst
Frauen sind etwas häufiger betroffen als Männer.
Faktoren, welche das Auftreten einer Migräne begünstigen können sind:
- zu viel oder zu wenig Schlafen oder Essen
- Stress
- Hormonelle Faktoren
Migräne mit Aura
Bei etwa jeder fünften Person mit Migräne kommt es zusätzlich zu den oben erwähnten Beschwerden vor der eigentlichen Migräne zu Beschwerden, die unter dem Begriff Aura zusammengefasst werden:
- Sehstörungen im Sinne von Flimmern
- zackenförmig begrenzte Ausfälle im Gesichtsfeld (Sehfeld)
- Gefühlsstörungen, Kribbeln bis hin zu Halbseitenlähmung
In einzelnen Fällen können nur Sehstörungen auftreten ohne nachfolgende Kopfschmerzen. Man spricht in diesem Fall von einer Augenmigräne.
Kopfschmerzen und Botulinumtoxin
In den letzten Jahren hat sich eine Behandlung mit Botolinumtoxin (Botox) als mögliche Behandlungsform bei bestimmten Kopfschmerzformen etabliert.
Man vermutet dabei einen positiven Effekt der muskelentspannenden Wirkung des Wirkstoffes Botolinumtoxin.
Insbesondere bei einigen Formen der Migräne sowie bei Spannungskopfschmerzen sind Erfolge mit wissenschaftlichen Studien dokumentiert.
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Ob Sie für eine Botulinumtoxin Behandlung bei Kopfschmerzen in Frage kommen, kann auf dieser Seite nicht geklärt werden. Grundvoraussetzung für einen Behandlungsentscheid ist immer ein persönliches Gespräch, eine gründliche Untersuchung und saubere Diagnosestellung.
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