Fehlsichtigkeit — Methoden —
LASIK, LASEK, PRK oder Femtolaser
Eine Vielzahl von Methoden stehen zur Auswahl: LASIK, Femto-LASIK, LASEK, Epi-LASIK, PRK, C-TEN. Zum Einsatz kommt der Femto-Laser oder der Excimer Laser.
Seiteninhalt:
- Überblick
- LASIK
- Femto-LASIK
- PRK, LASEK, EpiLASIK
- Was ist ein Excimer-Laser?
- Was ist eine Wellenfront (wavefront) gesteuerte LASIK?
Überblick
Um eine Korrektur der Fehlsichtigkeit mit dem Eximer-Laser vornehmen zu können, muss man
zunächst die oberste Hornhautschicht entfernen oder einen Lappen schneiden und wegklappen. Genau in diesem Punkt unterscheiden sich die Methoden:
- LASIK
- Femto-LASIK
- PRK, LASEK, EpiLASIK
LASIK (Laser in Situ Keratomileusis)
LASIK ist die derzeit am häufigsten durchgeführte Methode der refraktiven Chirurgie.
Bei der LASIK Operation wird mit einem Hornhauthobel (Mikrokeratom), eine dünne Lamelle (Flap) von etwa 150 tausendstel Millimeter Dicke geschnitten und wie ein Buchdeckel nach oben geklappt.
Danach erfolgt die Korrektur der Fehlsichtigkeit durch eine Formveränderung der Hornhaut mittels Excimer-Laser.
Zum Schluss der Operation wird die Hornhaut Lamelle wieder an den ursprünglichen Platz zurück geklappt.
Eine wichtige Voraussetzung für diese Operation, ist eine Hornhautdicke von über 500 μm.
Der wichtigste Vorteil dieser Operation ist eine rasche Wundheilung und kaum Schmerzen nach der Operation.
Ein Nachteil besteht darin, dass ein zusätzliches Gerät (der Hornhauthobel) verwendet werden muss, was wiederum Grund für Probleme sein kann.
Femto-Lasik
Beim Femto-Lasik wird das Hornhautläppchen nicht mit einem Hornhauthobel geschnitten, sondern durch einen Femtosekundenlaser hergestellt. Dieser Laser kann Gewebe extrem exakt und praktisch ohne Wärmeentwicklung schneiden.
Bei der Femto-LASIK kann erstmals eine LASIK Behandlung komplett ohne den Einsatz mechanischer Geräte durchgeführt werden.
Komplikationen bei der Lappenbildung sind dadurch noch seltener als bei der herkömmlichen Lasik-Operation, ebenfalls geringer ist das Risiko für Infektionen und Epitheleinwachsungen.
PRK, LASEK, Epi-LASIK, C-TEN
PRK (Photorefraktive Keratektomie):
Bei dieser Methode wird die oberste Hornhautschicht vor der Laserkorrektur der Fehlsichtigkeit mit einem chirurgischen Instrument entfernt.
Der grösste Nachteil dieser Vorgehensweise besteht darin, dass eine relativ grosse Wundfläche entsteht, welche entsprechende Zeit zur Heilung bedarf und während dieser Zeit erhebliche Schmerzen hervorrufen kann.
Bei der Weiterentwicklung dieser Methode der LASEK (Laser Epithelial Keratomileusis) und Epi-LASiK (Epitheliale Laser in situ Keratomileusis) wird die oberste Hornhautschicht mit einer Alkohollösung (LASEK) oder mit einem stumpfen Hornhauthobel (Epi-LASIK) vorsichtig gelöst und bei Seite geschoben.
Nach Durchführung der eigentlichen Korrekturoperation mit dem Excimer-Laser wird die Wundfläche wieder mit der zuvor gelösten obersten Hornhautschicht bedeckt. Dadurch ist die Wundheilungszeit deutlich kürzer als bei der PRK.
Bei all diesen Methoden wird unmittelbar nach der Operation eine Verbandslinse für 4-5 Tage eingesetzt. Die postoperativen Schmerzen sind etwas stärker als bei der LASIK, aber deutlich geringer als bei der PRK.
Der Vorteil dieser Methoden besteht darin, dass es keine Probleme bei der Bildung des Hornhautlappens (Flap-Komplikationen) gibt und sie auch bei etwas dünnerer Hornhaut durchgeführt werden kann. Auf Grund des geringeren technischen Aufwandes ist sie zudem etwas kostengünstiger.
C-TEN:
C-TEN (Customized, Trans-Epitheliale Non contact Ablation) ist die neueste Entwicklung der schnittfreien Behandlungsmethoden.
Für die computergestützte Berechnung der Korrekturoperation werden viele individuelle Faktoren (Hornhautform, Pupillengrösse, etc.) berücksichtigt. Danach kann durch einen speziell schnellen und präzisen Laser die ganze Behandlung (Entfernung der obersten Hornhautschicht und eigentliche Korrektur) in einem Schritt durchgeführt werden und dauert weniger als eine Minute. Dabei wird das Auge nie berührt. Weil die Wundfläche kleiner ist als beispielsweise bei der LASEK entstehen deutlich weniger Schmerzen und die Heilung erfolgt rascher.
Was ist ein Excimer—Laser?
Bei der Laserbehandlung zur Korrektur der Fehlsichtigkeit wird die Hornhautform mit einem speziellen Laser verändert. Hierfür eingesetzt wird der so genannte Excimer-Laser. Dieses Gerät hat die Fähigkeit, Hornhautgewebe punktförmig und äusserst genau abzutragen und so die Form der Hornhaut neu modellieren.
Während dieser Behandlung werden feine Bewegungen der Augen durch das so genannte Blickverfolgungssystem (Eye-Tracking-System) ausgeglichen, so dass schlussendlich eine Korrektur auf den tausendstel Millimeter genau erfolgt.
Was ist eine Wellenfront (wavefront)
gesteuerte LASIK?
Bei der Wellenfront Messung kann die individuelle Fehlsichtigkeit durch spezielle Messmethoden noch etwas genauer gemessen werden. Es handelt sich dabei um Fehlsichtigkeiten, die nicht in das Schema Kurzsichtigkeit, Weitsichtigkeit, Hornhautverkrümmung eingeordnet werden können.
Aus diesen Messwerten kann der Computer eine individualisierte Korrektur (Englisch: Customized Ablation) berechnen und den Excimer-Laser speziell programmieren.
Dies kann zu einer noch besseren Sehschärfe und besserem Kontrastsehen postoperativ führen.
Der zusätzliche Aufwand ist jedoch nicht bei allen Fehlsichtigkeiten möglich und lohnt sich nicht in jedem Fall.
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