Nachstar - Cataracta secundaria
Als Nachstar bezeichnet man die Eintrübung der natürlichen Linsenkapsel, die man bei der Staroperation zur Befestigung der Kunstlinse im Auge belassen hat. Eine einfache Laserbehandlung in der Praxis löst dieses Problem dauerhaft.
Seiteninhalt:
- Was ist ein Nachstar?
- Wie behandelt man den Nachstar?
- Welche Komplikationen können auftreten?
- Wie soll ich mich nach der Behandlung verhalten?
Was ist ein Nachstar?
Wie die chirurgische Behandlung des grauen Stars genau erfolgt lesen Sie am Besten auf der Seite:
Einige Zeit nach der Operation des grauen Stars kann es zu
einer Eintrübung der natürlichen Linsenhülle, welche im Auge belassen wurde, kommen. Dies führt zu einer erneuten Einschränkung der Sehschärfe, die von den Patienten häufig als grauer Schimmer bemerkt wird. Früher war jeder dritte bis vierte Patient betroffen, aktuell ist dank neuer Formen und Materialien der Intraokularlinse das Problem deutlich seltener geworden.
Wie behandelt man den Nachstar?
Die Behandlung des Nachstars erfolgt ambulant und mit einem speziellen Laser der an der Spaltlampe, die Sie von der normalen Augenuntersuchung kennen.
Vor der eigentlichen Behandlung wird das Auge mit Tropfen betäubt und die Pupille medikamentös erweitert.
Durch ein aufgesetztes Kontaktglas (eine spezielle Lupe die wie eine Kontaktlinse aufs Auge gesetzt wird) kann Ihr Augenarzt den als rotes Licht sichtbaren Zielstrahl exakt auf die trübe Linsenkapsel richten und diese dann mit dem Laserlicht eröffnen. Sie können den Laser hierbei nicht sehen. Sie spüren aber die Energie als so genannte Mikroexsplosionen im Auge.
Manchmal werden nach der Operation entzündungshemmende und in seltenen Fällen auch drucksenkende Augentropfen verabreicht.
Welche Komplikationen können auftreten?
- Unmittelbar nach der Behandlung sehen Sie etwas verschwommen. Bereits nach einigen Stunden wird jedoch die Sehschärfe in der Regel deutlich besser sein als noch vor der Behandlung.
- Nach der Behandlung können kleine Membranreste wie so genannte Mouches volantes für einige Zeit sichtbar sein.
- Selten wird bei der Behandlung des Nachstars auch die Kunstlinse durch die Mikroexplosionen an der Oberfläche etwas beschädigt, was in sehr seltenen Fällen zu einer Reduktion der Sehschärfe führen kann.
- Ein Herausgleiten der Kunstlinse aus der natürlichen Hülle ist dank modernen Linsenmaterialien und bei zuvor problemloser Katarakt-Operation sehr selten.
- Selten können kurzzeitige Augendrucksteigerungen nach der Behandlung auftreten.
- Als Spätkomplikation kann es in seltenen Fällen Wochen nach der Laserbehandlung zu einer Schwellung des Netzhautzentrums kommen (Zystoides Makulaödem). In dieser Situation ist in der Regel die Behandlung mit Augentropfen oder Tabletten erfolgreich.
- Nach der Laserbehandlung des Nachstars ist das Risiko einer Netzhautablösung etwas erhöht. Diesbezüglich sollten Sie auf mögliche Beschwerden wie Blitze, Russregen oder vorhangartige Trübungen des Sehfeldes (Gesichtsfeld) achten. Wird die Netzhautablösung rechtzeitig bemerkt, ist sie dank moderner Operationsmethoden mit guten Erfolgsaussichten behandelbar.
Wie soll ich mich nach der Laserbehandlung verhalten?
Da Sie unmittelbar nach der Behandlung möglicherweise für einige Zeit nicht optimal sehen, sollten Sie nicht selber Autofahren. Ansonsten bestehen keine Einschränkungen.
In der Regel erfolgt am Folgetag eine kurze Kontrolle beim Augenarzt.
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